Manche Modellnamen sind merkwürdig und unerklärlich. So auch der Name eines Fahrzeugs der Oberklasse aus dem Hause Citroën: dem Citroën SM. Die Abkürzung hat in diesem Fall aber nichts mit irgendeiner sexuellen Präferenz zu tun, sondern lässt sich relativ einfach herleiten. Leider ist aber nichts genaues bekannt, so dass es mehrere Deutungsformen gibt. Relativ eindeutig scheint zu sein, dass das “M” im Namen für Maserati steht. Denn Citroën war damals mehrheitlich an Maserati beteiligt was auch zu dieser interessanten Kooperation führte, die den SM hervorbrachte.
Bei diesem handelte es sich um ein luxuriöses Citroën-Coupé, das allerdings von einem Maserati-Motor angetrieben wurde. Daher vermuten einige Menschen, das “S” im Namen stünde einfach für Serie, also Serie Maserati, andere glauben, es stünde für Sport. Weitere eher scherzhafte Namensdeutungen helfen nicht weiter. Fakt ist allerdings eins: der von 1970 bis 1975 gebaute Citroën SM war ein kommerzieller Misserfolg. Es gab diverse Probleme mit dem Wagen. Das größte Problem war tatsächlich der Maserati-V6-Motor, der mit einem Hubraum von 2,7 und 3 Litern und einer Leistung von 154 bis 180 PS zu bekommen war. Zudem gab es Vergaser- und Einspritzer-Versionen. Der Motor schien nicht auf Standfestigkeit getestet worden zu sein und die Werkstätten waren damals nicht auf den Fremdmotor unter der Haube des Citroëns eingestellt. Das kratzte arg am Image der französischen Marke.
Die Absatzzahlen sanken, den sportlichen Fahrern war er wohl zu luxuriös, den Oberklassefahrern zu sportlich. Dabei war der Wagen, wenn er lief eigentlich genial und das Design wird heutzutage in höchsten Tönen gelobt. Auch war der Citroën SM mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 220 km/h lange Zeit das schnellste Serienfahrzeug mit Frontantrieb. Das macht den Wagen heute zu einem gesuchten Klassiker. Das Spiegeln auch die Preise wider. Bei einer Stichprobe im Internet sollte der günstigste SM stolze 10.000 Euro kosten – für ein restaurationsbedürftiges Modell. Bis knapp 50.000 Euro reichte die Preisspanne. Auch Ersatzteile dürften nicht so günstig sein, da sie ebenso selten wie die Fahrzeuge sein dürften.













